Pressemitteilung vom 09.01.2013

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Solidarität mit indischen Frauen - auch in Hamburg ist Gewalt gegen Frauen Alltag

Mit Schock und Abscheu, Trauer und Wut reagieren Frauen weltweit zu Recht auf den Tod der ermordeten und vergewaltigten indischen Studentin. Die Bestrafung der Mörder macht sie nicht lebendig, hilft aber vielleicht Frauen weltweit, die sexualisierte Gewalt gegen Frauen und/oder die Vergewaltigungen von Frauen anzuprangern und einzudämmen. Der Landesfrauenrat Hamburg, die Interessenvertretung von 300.000 Frauen in Hamburg, in 65 Verbänden organisiert, solidarisiert sich mit der indischen Frauenbewegung und den Millionen von Inderinnen. Sie sind als Fötus, als Baby, Kleinkind oder Jugendliche, als Braut oder Ehefrau, als Witwe immer neuen und brutalen Formen von Gewalt ausgesetzt. Indiens Regierung muss handeln, Gesetze und Bestrafung reichen nicht. Das Land des gewaltfreien Mahatma Gandhi wird zum weltweiten Mahnmal, Gewalt gegen Frauen aus den zwischenmenschlichen Beziehungen zu verbannen.

Auch in Hamburg, auch in Deutschland, auch in Europa ist Gewalt gegen Frauen Alltag. 85% der EuropäerInnen kennen Opfer von Gewalt und fordern Maßnahmen. Gewalt kennt keine Grenzen, ist unabhängig vom sozialen Status oder Reichtum einer Person, vom Promistatus oder der Bildung. Auch in Deutschland sind 25% der Frauen bereits Opfer von Gewalt geworden. „Der Landesfrauenrat Hamburg fordert den Hamburger Senat auf, Hamburg zu einer Region zu erklären, zu einer Metropole, in der Gewalt keine Chance hat. Hamburg sollte unverzüglich der UN-Kampagne „No to violence“ beitreten. Eine Unterschrift genügt, um sich zu verpflichten. Alle Senatsmitglieder können sie unterzeichnen. Mehr muss allerdings geleistet werden. Der Hamburger Landesaktionsplan gegen Gewalt muss konkrete Maßnahmen vorschlagen, die nicht nur Opfer schützen und reintegrieren, sondern präventiv wirken“, die Vorsitzende des Landesfrauenrats Hamburg Professor Dr.h.c. Christa Randzio- Plath.c


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