Pressemitteilung vom 10.01.2013

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Hammonia 2013: Helga Schulz

Der Landesfrauenrat, die Lobby der Hamburger Frauen, ehrt Helga Schulz, die Frauenpolitikerin und frühere Vorsitzende des Hamburger Landesfrauenrates sowie des Deutschen Frauenrates für ihren jahrelangen Einsatz für die Gleichberechtigung der Frauen. Seit 2008 ist sie Vorsitzende des Hamburger Verbandes für Alleinerziehende Mütter und Väter (VAMV) in Hamburg. Seitdem ist sie auch im Stiftungsrat der Helene-Wilken-Stiftung, die sich Alleinerziehender in materieller Not annimmt.

Die Urkunde Hammonia 2013 wird ihr im Rahmen des Neujahrsempfangs des Landesfrauenrates am 14. Januar 2013, 18.00 Uhr, in den Räumen des Landesfrauenrats, Grindelallee 43, überreicht. Der Landesfrauenrat Hamburg verleiht den Titel Hammonia 2013 in Erinnerung an Hammonia, die Schutzgöttin der Stadt. „Es geht uns darum, Frauen zu ehren, deren kompetentes und entschiedenes Engagement die Leistungen von Frauen und ihre Gleichstellung fördert. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine Gerechtigkeitsfrage“– so die Vorsitzende des Landesfrauenrats, Professor Dr. h.c. Christa Randzio- Plath.

Helga Schulz hat sich wie die anderen Preisträgerinnen Julia Dingwort-Nusseck, Maria Jepsen, Eva Rühmkorf, Rita Bake und Elisabeth von Dücker um die Gleichberechtigung, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit verdient gemacht. Bekannt wurde Frau Schulz auch wegen ihrer unermüdlichen Ablehnung des Ehegattensplittings im Steuerrecht, das ihrer Meinung nach die Hausfrauenehe fördert, Frauen von der Berufsausübung abhält und Frauenarmut im Alter vielfach vorprogrammiert.

Der Landesfrauenrat vertritt über 300.000 Frauen in Hamburg, die in 65 Vereinen und Verbänden organisiert sind und versteht sich als Lobby für die Gleichstellung von Frau und Mann. Das besondere Engagement des Landesfrauenrats Hamburg knüpft 2013 an folgenden fünf Forderungen an:

Gleichstellung von Frau und Mann in den Hamburger Gremien und öffentlichen Unternehmen sowie Einführung des Gender Budgeting

Gleichstellung von Frau und Mann durch Abschaffung der Minijobs, zumindest aber Verbesserungen der Entlohnung( § 10 SGB II Zahlung von Mindestlohn und § 30 SGB II Auszahlung des vollen Lohns)

Hamburger Bundesratsinitiative für ein Entgeltgesetz, das die Lohnungleichheit in Hamburg und in Deutschland eindämmt (Unterschied Frauen- und Männerlöhne: 23.1%)

Gleichstellung von Frau und Mann durch Abschaffung des Ehegattensplitting und geschlechtergerechte Alterssicherung mit Anrechnung von mehr Jahren für Sorgearbeit (Kinder, Pflege)

Gleichstellung von Frau und Mann durch die Verbesserung des Gewaltschutzgesetzes, durch die Teilnahme an der UN- Kampagne "Nein zu Gewalt" und das politische Engagement für eine neue UN- Konvention gegen jegliche Gewalt gegen Frauen.

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