Pressemitteilung vom 01.11.2011

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Hammonia 2012: Dr. Julia Dingwort-Nusseck

Der Landesfrauenrat, die Lobby der Hamburger Frauen, ehrt Dr. Julia Dingwort-Nusseck für ihre beruflichen Pionierleistungen in Wirtschafts-, Finanz- und Geldpolitik und ihr ehrenamtliches frauenpolitisches Engagement. Sie ist ein Vorbild für viele Frauen, ein Vorbild für berufliche Gleichberechtigung und Durchsetzungsvermögen, ein Türöffner für andere Frauen. Ihr bewegtes Leben macht Mut auf Positionen und Karriere. Der Landesfrauenrat Hamburg verleiht den Titel Hammonia 2012 in Erinnerung an Hammonia, die Schutzgöttin der Stadt, an Dr. Julia Dingwort-Nusseck. Wie die anderen Preisträgerinnen Maria Jepsen, Eva Rühmkorf, Rita Bake und Elisabeth von Dücker hat sie sich um die Gleichberechtigung, Gleichstellung und Geschlechter-gerechtigkeit verdient gemacht.

Die promovierte Volkswirtin war eigentlich überall die „erste“ Frau: in der Wirtschaftsredaktion des NWDR/NDR, als Kommentatorin in der Tagesschau, beim Sonntagsfrühschoppen im Fernsehen, als Chefredakteurin Fernsehen des WDR, als Präsidentin der Landeszentralbank Niedersachsen, als Mitglied des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank. Sie steht für Frauenemanzipation in Beruf und Gesellschaft. Zahlreiche Ehrenämter in den Gremien des NDR, des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, aber auch in Frauenverbänden wie Zonta prägte sie mit Sachverstand und Durchsetzungsvermögen. Sie hatte eine klare, offene Sprache: Sie wünschte Männern mehr Selbstbewusstsein, weil selbstbewusste Männer besser mit emanzipierten Frauen klar kommen. Und sie kritisierte mehr als einmal das Schneckentempo des beruflichen Aufstiegs von Frauen.

Die Urkunde Hammonia 2012 wird ihr im Rahmen des Neujahrsempfangs des Landesfrauenrates am 17.Januar 2012, 18 Uhr, in den Räumen des Landesfrauenrats, Grindelallee 43, überreicht.

Der Landesfrauenrat vertritt über 300.000 Frauen in Hamburg, die in 60 Vereinen und Verbänden organisiert sind und versteht sich als Lobby für die Gleichstellung von Frau und Mann. „2012 – so die Vorsitzende des Landesfrauenrats, Professor Dr. h.c. Christa RandzioPlath, “muss mehr gleichstellungspolitische Fortschritte in Hamburg bringen. Endlich muss das Gender Mainstreaming wie die Frauenförderung als zwei sich ergänzende Strategien vom Senat als Strategie anerkannt werden. Gebraucht wird für Hamburg ein Frauenbericht, der die Lebenslagen der Frauen analysiert und bewertet. Dazu gehört auch wie in anderen Großstädten ein Gleichstellungsrahmenplan. Der Landesfrauenrat fordert auch die Änderung der Vergabeverordnung, damit öffentliche Aufträge und Grundstücke nur noch an Unternehmen vergeben werden, die Gendergerechtigkeit zeigen - in der beruflichen Umgebung sowie in Bezug auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“


Unsere fünf Forderungen:

  • Gender Mainstreaming als Strategie Hamburger Politik
  • Gender in Hamburg
  • Gender und Frauenförderung
  • Gender bedeutet Gleichberechtigung für Frauen und Männer
  • Gender und mehr Integration von Migrantinnen
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