Pressemitteilung vom 02.05.2012

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Landesfrauenrat Hamburg zur Gleichberechtigung von Frau und Mann – Erinnerung an den 03. Mai 1957

Der Landesfrauenrat Hamburg fordert zum 55. Jahrestag des Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern (3.5.1957) endlich ein gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm der Freien und Hansestadt Hamburg. Damals hatte das Ziel der Gleichberechtigung keinen hohen Stellenwert. So wurde auch mit dem Gesetz die Gleichstellung von Frau und Mann nicht erreicht. Die Zeiten haben sich geändert. Die Mehrheit der Deutschen ist der Meinung, dass Frauen und Männer in Familie und Beruf die gleichen Rechte und Pflichten haben sollten.

Allerdings sind Frauen von der Gleichberechtigung im Arbeitsleben weit entfernt, weil sie 23% weniger verdienen als Männer, weil ungeschützte Beschäftigungsverhältnisse überwiegend Frauensache sind, weil Alleinerziehende immer noch benachteiligt sind, weil Frauen auch in Wirtschaft und politischen Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert sind.

Großstädte und Metropolregionen können Zeichen setzen. Es ist wünschenswert, dass gerade in Hamburg sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor mehr für Gleichstellung getan wird. Die Hamburger Verfassung fordert dazu auf. „Gender Mainstreaming und Gender Budgeting und Frauenförderung sind Strategien, auf die im Interesse einer gerechten Gesellschaft auch in Hamburg gesetzt werden muss“, so Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, 1. Vorsitzende des Landesfrauenrates Hamburg.


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