Pressemitteilung vom 21.03.2013

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Equal Pay Day 2013: Lohngleichheit muss verordnet werden

Den Equal Pay Day 2013 nimmt der Landesfrauenrat zum Anlass, die im Bundestag vertretenen Parteien und die Sozialpartner aufzufordern, den skandalösen Lohnunterschied von 22 % zwischen Frauen- und Männerlöhnen zu beseitigen. Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern wie Grundgesetz und Hamburger Verfassung es fordern, sind erst erfüllt, wenn Frauen für gleiche und gleichwertige Arbeit gleich und fair entlohnt werden. 70% der Menschen, die working poor sind, d.h. von ihrer Arbeit nicht existenzsichernd leben können sind Frauen, auch in Deutschland. Es ist empörend, dass zunehmend mehr Frauen die Verantwortung für die Lohnungleichheit in die Schuhe geschoben wird, weil sie angeblich zu bescheiden sind, mit ihrem Job zufrieden sind - und angeblich freiwillig prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs wählen.

Der Landesfrauenrat Hamburg, die Lobby der Hamburger Frauen, wird in seinen Wahlprüfsteinen für die Bundestagswahl die politischen Parteien daran messen, wie in den Wahlaussagen auf die Lohndiskriminierung von Frauen reagiert wird. „Wir brauchen im 21. Jahrhundert zukunftsfeste Schritte für menschenwürdige Beschäftigung. Dazu gehört ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft und mehr Frauen in Führungspositionen. Noch wichtiger sind aber für die Existenz von Millionen von Frauen ihr Einkommen und ihre faire Beschäftigung. Daher fordert der Landesfrauenrat Hamburg Mindestlöhne und gesetzliche Bestimmungen, die zu mehr Lohngleichheit führen. Aufgefordert bleiben auch die Sozialpartner, in den Tarifverträgen Umgehungsmöglichkeiten für Lohngleichheit auszuschließen“, fordert die Vorsitzende des Landesfrauenrats Hamburg, Professor Dr. h.c. Christa Randzio- Plath.

Der Landesfrauenrat Hamburg ist die Lobby der Frauen für die Gleichstellung von Frau und Mann und eine geschlechtergerechte Gesellschaft. Der Landesfrauenrat mit seinen 60 Verbänden vertritt 300.000 Frauen.

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