Pressemitteilung vom 21.11.2012

Zurück zur Übersicht

Stopp: Keine Gewalt gegen Frauen in Hamburg

Der Landesfrauenrat Hamburg begrüßt, dass die Fahne „Frei leben - ohne Gewalt“ am Rathaus Hamburg gehisst wird. Dieses hat auch der Landesfrauenrat seit Jahren vom Hamburger Senat zum Internationalen Tag gegen Gewalt der Vereinten Nationen am 25. November eines jeden Jahres gefordert.
Immer noch übernehmen Regierungen nicht die Verantwortung für Maßnahmen zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen, die viele Gesichter hat. Deswegen muss es eine internationale Konvention gegen jegliche Gewalt gegen Frauen geben wie die UN- Konvention gegen jegliche Diskriminierung von Frauen(CEDAW).
Obwohl die Gleichstellung von Frauen und Männern in den Verfassungen von 139 Ländern und Gebieten garantiert wird, wird Frauen Gerechtigkeit und Schutz vor Gewalt  sehr häufig verwehrt. Dieses Versagen ist nicht auf mangelnde Kenntnisse zurückzuführen, sondern auf. Es ist an der Zeit, dass Regierungen Verantwortung übernehmen. Gewalt in den zwischenmenschlichen Beziehungen muss abgebaut werden, damit Menschen in Würde leben können. Frauen haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und Respekt. Der Landesfrauenrat Hamburg, in dem sich 60 Frauenverbände vernetzen und Lobby für Fraueninteressen und Gleichstellung von Frau und Mann sind, fordert den Hamburger Senat deswegen auf, die UN- Kampagne „Nein zu Gewalt“  zu unterstützen.
In Hamburg finden Aktionen statt wie z.B. die Brötchentütenaktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte" (www.gewaltkommtnichtindietuete-hamburg.de) und ein Hoffnungs-und Stärkungsgottesdienst am 26.11. in der Erlöserkirche, Borgfelde.
Es wird befürchtet, dass 2012 und 2013 450 Frauen und Kinder, die vor Gewalt fliehen, in Hamburg keine Zuflucht mehr in Frauenhäusern finden können. Professor Dr.h.c. Christa Randzio-Plath, Vorsitzende Landesfrauenrat Hamburg: „Senat und Bürgerschaft sind aufgefordert, auf die zunehmende häusliche und außerhäusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder hinzuweisen, im Haushalt die ausreichende und angemessene Finanzierung der Hamburger Frauenhäuser sicherzustellen, aber auch die der Notrufe und Beratungseinrichtungen. Hamburg als internationale Stadt ist auch Zentrum für Frauenhandel und Zwangsprostitution. Hamburg muss Frauen Schutz bieten. Der Kampf gegen Gewalt gegen  Frauen, vor allem gegen häusliche Gewalt, sind ein gesamtgesellschaftliches Anliegen und eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung.“
zum Download

Zurück zur Übersicht