Pressemitteilung vom 05.12.2012

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Verlegung Frauenstrafvollzug

Die Vorsitzende des Landesfrauenrates Hamburg, Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath erklärt zu der Verlegung des Frauenstrafvollzuges:
Der Landesfrauenrat Hamburg beschließt nach Beratung und Erörterung zum Frauenstrafvollzug in Hamburg:

1. Der Landesfrauenrat Hamburg hält nach wie vor eine räumlich eigenständige Teilanstalt für den Frauenstrafvollzug für die richtige Lösung, um die Resozialisierungschancen für Frauen optimal zu gestalten. Sie fordert Senat und Bürgerschaft auf, alles zu tun, um den auf Frauen zugeschnittenen Vollzug  mit allen seinen Zukunftschancen zu erhalten.
2. Sollte der Senat an seinen Plänen zur Verlegung des Frauenstrafvollzugs festhalten, fordert der  Landesfrauenrat Hamburg, dass die räumliche Abgeschlossenheit des Frauenstrafvollzugs auch weiterhin und nachhaltig gewährleistet wird, dass das Konzept des Frauenstrafvollzugs erhalten bleibt und die finanzielle und organisatorische Eigenständigkeit mit eigenem Personal , das nicht durch Personal  in der JVA im allgemeinen substituiert werden darf, erhalten bleibt. Zukunftsorientierte berufliche Ausbildungsangebote für Frauen allein sind weiterhin vorzuhalten. Die Teilnahme an koedukativen Ausbildungsangeboten muss freiwillig erfolgen. Der Hof für die Frauen darf für Männer nicht einsehbar sein.
3. Die Nachhaltigkeit der Eigenständigkeit des Frauenstrafvollzugs muss vom Senat mit der Entscheidung über die Verlegung garantiert werden.
4. Die Mitgliedsverbände des LFR werden prüfen, ob und wie sie ihr ehrenamtliches Engagement auf Aktivitäten im Frauenstrafvollzug fortführen und ausweiten können.



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