Pressemitteilung vom 05.03.2013

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Gleichstellung in Hamburg - Jetzt!

Der heutige Senatsbeschluss zum Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm für Hamburg ist zu begrüßen. „Endlich lebt die gleichstellungspolitische Vorrangstellung der Freien und Hansestadt Hamburg wieder auf, die mit der Leitstelle Gleichstellung der Frau 1979 bundesweit Furore machte. Deutlich wird, dass dieses ein Anliegen des Hamburger Senats insgesamt und aller Behörden ist. Gleichstellung ist auch eine Querschnittsaufgabe und gleichstellungspolitische Strategien wie Frauenförderung und Gender Mainstreaming müssen in allen Behörden praktiziert werden,“ fordert die Vorsitzende des Landesfrauenrats Hamburg Professor Dr. h.c. Christa Randzio-Plath. Der Landesfrauenrat wird das Programm und seine Durchführungsmaßnahmen prüfen und diskutieren und die Umsetzung öffentlich und konstruktiv begleiten.

Der Landesfrauenrat Hamburg, die Hamburger Frauenlobby, hatte vor der Bürgerschaftswahl die Forderung nach einem Gleichstellungsbericht/-programm aufgestellt. Schließlich ist die Gleichstellung von Frauen und Männern ein gesamtgesellschaftliches Reformprojekt. Der Landesfrauenrat hält die folgenden Themen für das Hamburger Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm für besonders wichtig:

  • Gender Mainstreaming als Strategie Hamburger Politik:
    Alle Entscheidungen hinterfragen, ob sie sich nachteilig auf ein Geschlecht auswirken. Geschlechterspezifische Pädagogik für Kinderbetreuungs- einrichtungen, Schulen, Universitäten und Erwachsenenbildung.
  • Gender und Frauenförderung:
    Frauenpreise und Frauenehrungen - aber auch endlich öffentliche Aufträge nur noch an Betriebe geben, die Frauen und Männer gleichberechtigt beschäftigen - wichtig sind auch Lohngleichheit und menschenwürdige Arbeit für Frauen sowie existenzsichernde Entlohnung
  • Gender bedeutet Gleichberechtigung für Frauen und Männer:
    Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist angesagt zur Veränderung von Rollen und Verhaltensweisen, ganztägige Kinderbetreuung und Ganztagsschule, Förderung von Betrieben, die Väter-, Elternzeiten unterstützen
  • Gender und mehr Integration von Migrantinnen
  • Gleichstellung von Frauen und Männern in Führungspositionen in Politik und Wirtschaft:
    Den Frauenanteil in öffentlichen Gremien auf 50% erhöhen Aufwertung der care economy Frauen und Männer an allen gesellschaftlichen Entscheidungen beteiligen Für alle Frauen eine eigenständige soziale Sicherung schaffen.
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